Das Diakonische Werk Region Kassel freut sich, die Wiedereröffnung seiner unabhängigen Flüchtlingsberatung für das Gebiet der Stadt Kassel bekanntzugeben, nachdem diese aus finanziellen Gründen zum 01. März 2024 geschlossen werden musste.
Nun steht geflüchteten Menschen mit Wohnort in Kassel wieder ein verlässlicher, niedrigschwelliger und professioneller Zugang zu Beratung und Unterstützung zur Verfügung.
Die finanzielle Grundlage für die Wiederaufnahme des Beratungsangebots für Geflüchtete wurde durch eine vom Kreisdiakonieausschuss eingebrachte und von der Synode des evangelischen Stadtkirchenkreises Kassel einstimmig beschlossene Zuweisung geschaffen. Diese Entscheidung zeigt die große gemeinsame Verantwortung und das klare Bekenntnis des Stadtkirchenkreises für eine menschenwürdige Unterstützung Geflüchteter in der Stadt Kassel.
„In einer Zeit, in der die Rechte geflüchteter Menschen zunehmend eingeschränkt werden und Bund wie Länder einen immer härteren Kurs in der Migrations- und Asylpolitik verfolgen, setzt die Wiedereröffnung ein wichtiges Zeichen der Solidarität von Kirche und Diakonie.“, sagt Geschäftsführerin Tamara Morgenroth. Die Beratungsstelle unterstreicht die Notwendigkeit, geflüchtete Menschen zu unterstützen, ihnen Orientierung zu bieten und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu stärken.
Die unabhängige Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes Region Kassel befindet sich in der Wildemannsgasse 14. Beratungen erfolgen nach Terminvereinbarung.
Hintergrund
Unabhängige Flüchtlingsberatung
Die unabhängige Flüchtlingsberatung bietet Rechtsberatung für geflüchtete Menschen an. Kirchengemeinden und Unterstützungsgruppen können sich ebenfalls an die Flüchtlingsberatung wenden. Die Flüchtlingsberatung berät und bietet Hilfestellung im Asyl- und Dublinverfahren, zum Aufenthaltsstatus, zu Bleiberechten und der Beschäftigungserlaubnis, in Fragen des Sozialrechts, z. B. Asylbewerberleistungsgesetz, zu Fragen des Kirchenasyls, bei einem Ersuchen der Härtefallkommission und zum Thema Familienzusammenführung. Die unabhängige Beratung wird aus Mitteln der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, den Kirchenkreisen Hofgeismar-Wolfhagen und Kaufungen, dem Stadtkirchenkreis Kassel sowie Spenden finanziert.