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500 Kilogramm Lebensmittel für die Tafel Hofgeismar

IMMENHAUSEN (21.05.2025) Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule Immenhausen unterstützen die Tafel Hofgeismar. 20 Kisten wurden von den Schülerinnen und Schülern in der Schule gesammelt. Einige Lebensmittel wurden auch nach Geldspenden in Einzelhandelsgeschäften in Immenhausen zugekauft. Auf Vermittlung der Schule spendete Marco Wenzel, der Vater eines Schülers, zusätzlich 14 weitere Kisten aus dem „Edeka Wenzel“ in der Kasseler Fiedlerstraße.

„Die Kisten hatten im Durchschnitt ein Gewicht von 15 Kilo. Die Schulaktion hat also rund 510 Kilogramm haltbare Lebensmittel ergeben. Das ist echt spitze! Danke für die sinnstiftende Unterstützung“, so Frauke Wiegand, Koordinatorin der „Tafel Hofgeismar / Bad Karlshafen / Wolfhagen“.

Der Kontakt zur Schule war durch das „Netz!Werk Nordhessen“ aufgebaut worden. Bei dem Netzwerk handelt es sich um eine Initiative, die Positives für die Region Nordhessen bewirken will. Dort waren sich Schulleitungsmitglied Marcus Leitschuh und Frauke Wiegand begegnet. Die Idee zu der Aktion hatte Lehrerin Jasmin Jilg. Im Religionsunterricht der Klasse G7a stellte sie in der Unterrichtseinheit „Diakonie“ den Bezug zum sozialen Engagement der Tafel her. Die Klasse besuchte die Ehrenamtlichen der Tafel und erarbeitete das Sammel- und Werbekonzept. „Wir wollten als Schulgemeinschaft einen Beitrag zum sozialen Miteinander leisten und die Tafel in Hofgeismar mit dringend benötigten Lebensmitteln unterstützen und ein Zeichen der Solidarität setzen.“ Lob für die Aktion gab es auch vom Bürgermeister der Stadt Immenhausen, der beim Verpacken der Kisten dabei war. Lars Obermann lobte die Aktion. „Mein Sohn hat auch etwas mitgebracht und ich finde es super, dass sich auch Schülerinnen und Schüler für Mitmenschen engagieren, das ist besonders in dieser Zeit ein starkes Zeichen.“

Frauke Wiegand: „Die Professionalität des Spendenaufrufs auf der Homepage mit einem Flyer und Film hat mich sehr beeindruckt.“ Die Aktion zeigt, wie wichtig und sinnvoll Netzwerkarbeit ist! „Gerne wiederholen wir diese Kooperation mit der Freiherr-vom-Stein Schule.“

Nicht alle Menschen können sich eine ausgewogene Ernährung leisten; gleichzeitig werden jedoch Unmengen an Lebensmitteln verschwendet. „Unsere Tafeln schaffen einen Ausgleich mit dem Ziel, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwertet werden können, an Menschen in Not zu verteilen“, erklärt Frauke Wiegand das Konzept. „Damit wird Armutsprävention mit Klimaschutz verknüpft. Diese Arbeit ist Ausdruck der Wertschätzung von Menschen und Lebensmitteln.“

Einen Tafelausweis können Menschen mit geringem Einkommen erhalten. Dazu zählen z. B. Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld, Grundsicherung, einer geringen Rente und Menschen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Gegen ein geringes Entgelt werden Lebensmittel abgegeben. Die Ausgabemenge und -auswahl erfolgt je nach Größe der Bedarfsgemeinschaft und ist abhängig vom jeweiligen Warenangebot.

In der Tafel Hofgeismar und Bad Karlshafen engagieren sich insgesamt 81 Ehrenamtliche. Mit diesem Angebot werden 996 Personen (ein Drittel sind Kinder und Jugendliche) und somit ca. 345 Haushalte erreicht. Der Großteil befindet sich in Hofgeismar, weitere in Bad Karlshafen und Umgebung, in Grebenstein, in Immenhausen und Liebenau. Weitere Wohnorte der Kundinnen und Kunden (Kund*innen ?) sind: Calden, Espenau, Oberweser, Reinhardshagen, Trendelburg, Hümme, Carlsdorf. Betreiber ist das „Diakonisches Werk Region Kassel“. Es ist ein Zweckverband der Kirchenkreise Kaufungen, Kassel und Hofgeismar-Wolfhagen. Es unterhält in Stadt und Landkreis Kassel zahlreiche Beratungsangebote, Treffpunkte und ambulante Dienste. Über 200 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 380 Ehrenamtliche engagieren sich hier zum Wohle der Menschen in Stadt und Landkreis.